Gottesdienste

  

Tür auf

Durch diese Tür betraten 60 Jahre lang viele Menschen regelmäßig die Christus König Kirche, um dort miteinander Gottesdienst zu feiern, ein Kind taufen zu lassen, eine große Beerdigung mitzufeiern oder auch eine Jubel- oder grüne Hochzeit zu feiern. Nach dem normalen Sonntagsgottesdienst gab es seit einigen Jahren den monatlichen Kirchenkaffee, bei dem man ins Gespräch kommen und Gedanken, Kritik, Anregungen oder sonstige Ideen austauschen konnte. All das ist seit dem 15.3.2020 vorerst vorbei.

Selbst Ostern werden wir keine öffentlichen Gottesdienste feiern dürfen. Der Zweck des Verbotes öffentlicher Gottesdienste und sonstiger Versammlungen ist es, die Infektionskette zu unterbrechen, so dass die Zahl der Corona-Fälle wieder zurückgeht, und unser Gesundheitssystem die Chance bekommt, nicht unter den Folgen dieser Virus-Infektion zusammen zu brechen.

Dieses Jahr werde ich – so Gott will – 60 Jahre alt. In all den Lebensjahren habe ich noch keine vergleichbare Situation erlebt. Gleichwohl möchte ich den Kopf nicht in den Sand stecken, sondern mich gerne gemeinsam mit Ihnen auf die Suche nach anderen kreativen Formen des Lebens und der Gemeinschaft begeben.

Elektronische Türöffner

Die Tatsache, dass Sie auf dieser Seite gelandet sind, zeigt, dass Sie einen Internetzugang haben. Das Internet bietet uns die Möglichkeit, völlig risikolos miteinander in Kontakt zu kommen und uns auszutauschen.

Wenn Sie davon Gebrauch machen möchten, finden Sie unter der Rubrik „Einrichtungen und Personen“ unter „Seelsorgeteam“ oder „Pfarrbüro“ Telefonnummern und Emailadressen. Das ist gerade jetzt ein möglicher guter Weg.

Dann gibt es natürlich eine Reihe von Angeboten, Gottesdienste oder Impulsen im Internet, Fernsehen oder Radio mitzufeiern.

Dazu liefere ich Ihnen hier drei Links:

Wenn Sie morgens um 8 h oder abends um 18 h auf unsere Bistumsseite gehen, können Sie den Gottesdient aus dem St. Paulus Dom oder der St. Lambertikirche in Münster life mitfeiern:

www.bistum-muenster.de

Ebenso wird von montags bis samstags, um 11:30 h und samstags, um 18:30 h die Messe aus der Marienbasilika über www.ewtn.de übertragen.

Eine Mediathek zu jederzeit abrufbaren, täglich gefeierten Gottesdiensten gibt es auf der Seite von Domradio Köln:https://www.domradio.de/mediathek/videos

Tor zum Himmel

Schließlich laden wir herzlich ein zum Mitbeten zuhause oder am Arbeitsplatz. Das alte Zeichen des Angelus (=Engel) – Gebet, zu welchem morgens um 7 h, mittags um 12 h und abends um 19 h die Glocken läuten, kann mit neuem Sinn gefüllt werden, wenn wir es als Einladung zum persönlichen Gebet verstehen und nutzen. Dann dürfen wir uns zu diesen Zeiten besonders im Gebet verbunden fühlen. Es gibt eine Reihe von Menschen, die es neben uns selbst nötig haben oder denen es gut tun kann: ich denke besonders an die Erkrankten, an die Helfer- und Helferinnen, an die Politiker sowie an alle, die unsere Daseinsfürsorge schultern im Blick auf Lebensmittel und Heilsfürsorge, aber auch an die Flüchtlinge, deren Situation jetzt noch prekärer ist. Ich glaube an einen Gott, dem wir nicht egal sind. Er lässt mit sich reden. Versuchen Sie es einmal neu mit dem Gebet. Es mag Ihnen auch selbst Halt und Kraft geben in diesen schwierigen Tagen!

Sonntag

Wir werden die Glocken auch weiterhin am Samstag um 16 h erklingen lassen. Sie läuten den Sonntag ein. Damit erinnern Sie uns an den Tag, an dem Jesus Christus von den Toten auferstand. Die Erinnerung daran tut gut und macht vielleicht auch im Blick auf den Virus, der uns aktuell zu schaffen macht, Mut. Der Tod hat nicht das letzte Wort bei Gott.

Aufmerksam und hilfsbereit

Da Beten und Christsein immer aus Worten und Taten besteht, noch eine Ermutigung zum Schluss: Bitte nehmen Sie in dieser Zeit vermehrt auch Ihre Nachbarschaft und Bekanntschaft mit in den Blick: Gibt es dort Menschen, die auf ein gutes Wort (gerne per Telefon) oder auf eine Hilfe zum Einkauf im Supermarkt oder Abholen von Medikamenten aus der Apotheke warten? Dann zögern Sie nicht, ihre Hilfe anzubieten. Wenn Corona etwas Gutes tun kann, dann ist dies die Stärkung der Solidarität und die Bescheidung des Lebens auf das wirklich Wichtige, und dazu zählt eben sicher auch die Nächstenliebe.

Im Gebet täglich mit Ihnen und Euch verbunden

grüßt aus der Gemener Freiheit

Andreas Lüke


P.S.: Eine Auswahl von weiteren Angeboten zu Gottesdiensten im Internet und zum Gebet ist zu finden unter folgendem Link:

www.bistum-muenster.de/seelsorge_corona