Hintergrund-Infos zur Fastenaktion 2019

„Und es geht doch! Vom liebevollen Umgang mit der Schöpfung.“ – Eine Impulsreihe der Christus-König Gemeinde Borken-Gemen zur Fastenzeit 2019

Der Papst schreibt, auf den ersten Seiten seiner Enzyklika „Laudato Sì. Über die Sorge für das gemeinsame Haus“ vom 24.5.2015, dass er mit allen in ein Gespräch über unser bedrohtes und „missbrauchtes“ gemeinsames Haus (die Erde) kommen möchte. Wir als Vorbereitungsteam in der Christus-König Gemeinde Borken-Gemen nehmen diesen Impuls auf, um in der Fastenzeit über die Anliegen, Sorgen und Anregungen aus der Papstenzyklika mit allen Menschen in Borken und Gemen ins Gespräch zu kommen. Hierzu hat sich der Theologisch-Politische Ausschuss der Christus-König-Gemeinde (TheoPol) inhaltlich mit der Enzyklika auseinandergesetzt und gemeinsam mit dem Pfarreirat der Christus-König-Gemeinde beschlossen, eine Aktion in der Fastenzeit 2019 zu starten und sich intensiv mit den Schwerpunkten der Enzyklika, d.h. mit Fragen der Umwelt, Gerechtigkeit und des Friedens zu beschäftigen. Damit dies gelingen kann, werden namhafte Referenten nach Borken-Gemen eingeladen, um in Vorträgen, Diskussionen und/ oder Themengottesdiensten die einzelnen Bereiche aus ihrer Sicht darzustellen und somit eine Grundlage für Diskussionen zu legen. Uns als Vorbereitungsteam ist es ein wichtiges Anliegen, über Umweltzerstörung, Lebensweltvernichtung, Ungerechtigkeiten in aller Welt und den daraus resultierenden Kriegen und Kriegsgefahren ins Gespräch zu kommen und eigene Wege zu suchen, wie wir für unser gemeinsames Haus sorgen können. Dabei soll uns in dieser Fastenzeit die Enzyklika von Papst Franziskus eine Hilfestellung und Ermutigung bieten. Gerade letzteres ist für uns als Christen von besonderer Bedeutung, denn Franziskus weist Wege zu einer ganzheitlichen Ökologie auf, die helfen kann, uns selbst als Einheit mit der Natur, den Tieren und allen Menschen auf der Welt zu empfinden. Dazu ermutigt die Enzyklika in vielen Beispielen. Am Ende der Vortragsreihe steht die Beschäftigung mit der Kampagne „Zukunft einkaufen“ im Mittelpunkt. Hier möchten wir uns als Kirchengemeinde mit der Frage beschäftigen, wie wir uns auf den Weg zu einer zertifizierten ökofairen Gemeinde im Sinne der Kampagne des Bistums machen können. Herr Kamp-Deister als Leiter des Referats Schöpfungsbewahrung wird uns hierzu in einem Pfarrkonvent beraten.

Als Erkennungszeichen unserer Aktion haben wir ein Foto der Sonne über dem Meer gewählt. Diese Sonne könnte sowohl einen Sonnenaufgang als auch einen Sonnenuntergang über der Erde darstellen. Der Sonnenuntergang könnte die Gefahr für die Erde, der Sonnenaufgang unsere Hoffnung im Sinne der Enzyklika – die gelungene Sorge um unser gemeinsames Haus – symbolisieren. Von christlicher Hoffnung geprägt und von Papst Franziskus ermutigt haben wir für die Fastenaktion das Motto „Und es geht doch!“ gewählt. Wir würden uns freuen, wenn sich viele Menschen (ob kirchennah oder kirchenfern) der Sorge um unser gemeinsames Haus stellen.

für den Theologisch-Politischen Ausschuss: Mario Beck