Indienhilfe

Seit 1992 besteht das Projekt Familienpatenschafen zwischen der Gemener Pfarrgemeinde und dem Bistum Changanasserry in Indien. Durchschnittlich beteiligen sich etwa 35 bis 40 Familien, Einzelne und Gruppen daran.

Ziel der Familienpatenschaften ist es, einem indischen Jugendlichen eine Berufsausbildung zu ermöglichen. Die Familienpaten zahlen einmal im Jahr 100 €. Wenn eben möglich, sollte die Patenschaft über mehrere Jahre laufen, damit kein Auszubildender die Ausbildung abbrechen muss. (Im Notfall werden die Patenschaften aus Spenden aufgestockt)

Es wird angestrebt, den Jugendlichen mit den 100 € zu ermöglichen, eine Lehre zu absolvieren, die sie später in den Stand versetzt, ihre Familie zu unterstützen und somit ihr Überleben zu sichern. Wir wollen also keinen kurzfristigen Mangel beheben, es wird keine Begehrlichkeit geweckt und auch keine Versorgungsmentalität erzeugt. Wir wollen Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Wir erhöhen lediglich die Chance, dass in Zukunft eine indische Familie überleben kann.

Für die Paten ist die Patenschaft völlig unverbindlich und kann jederzeit gekündigt werden. Die zweckentsprechende Verwendung der Gelder garantiert Erzbischof, dessen Beauftragter (Prokurator) jährlich mitteilt, dass das Geld angekommen ist und verteilt wird.

Der Jahresbeitrag kann auch per Dauerauftrag in kleineren Raten gezahlt werden. Wer keine Verpflichtungen eingehen möchte, kann das Projekt auch durch Spenden unterstützen; dazu werden auch die Gelder verwendet, die ohne Kennwort eingehen. Diese werden zur Auffüllung nicht beendeter Patenschaften verwendet; Überschüsse gehen in das Projekt Hausbau in Indien. Auch hier werden die bedürftigen Familien (vorwiegend arbeitslose Familienernährer) von den örtlichen Pfarrern rein nach Bedürftigkeit ausgesucht. Je 1000 € Spenden werden durch die örtlichen Behörden um weitere 1000 € aufgestockt, von diesem Geld werden die Baumaterialien beschafft. Das letzte Drittel der Gesamtbausumme von umgerechnet ca. 3000 € erbringt die Familie meist durch Eigenleistungen und/oder Kleinkredite. Hierdurch wird sichergestellt, dass das Haus auf Dauer pfleglich behandelt und in Stand gehalten wird. Das Haus besteht meist aus zwei Zimmern, einer Veranda und einem WC nebst Klärgrube. Tatsache ist, dass in Indien nur eine (Gelegenheits-)Arbeit erhält, wer einen festen Wohnsitz nachweisen kann. Leute aus den Slums gehen da leer aus. Dank zahlreicher Spenden und Zuwendungen bei Sterbefällen konnten wir bisher zahlreiche Häuser mit-finanzieren.

  

Selbstverständlich können für beide Projekte Spendenquittung durch unser Pfarrbüro ausgestellt werden.

 

Spendenstand zurzeit (Januar 2018): Hausbauprojekt: ca. 98.400 €, Familienpatenschaften: ca. 100.400 €; Gesamtspenden seit Beginn der beiden Projekte: über 198.800 €.

Die Adresse einer Kontaktfamilie erhalten Sie im Pfarrbüro.

 

Spendenkonten:

Volksbank Gemen IBAN: DE07 4286 1515 0401 6712 03

Sparkasse Westmünsterland IBAN: DE12 4015 4530 0014 6513 01